Kijanibonde

  • Kijanibonde ist ein Teil der targischen Gefilde und liegt im Norden von Nerica. Der Artikel stellt die Lage aus dem Jahr 2012 dar.

    1. Geschichte

    1.1. Frühgeschichte

    Die noch junge Nation Kijanibonde blickt bereits auf eine sehr lange und wechselhafte Geschichte zurück. So belegen einige Funde von targischen Archäologen, welche im frühen 20. Jahrhundert in Jangwapori weitläufige Grabungen anstellten, dass Kijanibonde wohl bereits seit Urzeiten von Menschen und deren Vorgängern bevölkert war. Einige Historiker behaupten sogar, dass in Kijanibonde die Wiege der Menschheit läge. Schlüssige Beweise für diese Behauptung lassen sich jedoch nicht finden. So ist die Theorie, dass der Siegeszug des Menschen von Kijanibonde aus seinen Anfang genommen hat bisher eine Theorie von vielen.

    1.2. Mittlere Zeit

    Bereits früh, war Kijanibonde Ziel von Wanderungs- und Migrationsbewegungen, die Watu heute eine der dominierenden Ethnien beispielsweise wanderte beginnend circa 1100 nach Asada/Christus ein. Diese Neuankömmlinge traten auf den Plan als gerade das Volk der Mahawa, Stadtstaaten gebildet hatte und seine Hegemonie über einen Großteil des Gebietes des heutigen Kijanibonde sicherte. Doch die Watu drängten die Mahawa zurück und so konnte sich abermals keine stabile Nation bilden, das Land war weiterhin in verschiedene Reiche zersplittert, die sich gegenseitig bekriegten. Die Gefangenen und zivilen Opfer dieser Kriege wurden meist als Sklaven verkauft und dienten somit, als lukrative Einkommensquelle um den Luxus der Fürsten der Stadtstaaten zu finanzieren und deren Armeen auszubauen. Hauptabnehmer der Sklaven war das Königreich Targa, welches mit der Zeit selbst begann Handelskontore in Kijanibonde einzurichten und eigene Sklavenjägertrupps rekrutierten, welche auf die Sklavenjagd spezialisiert waren.

    1.3. Kolonialherrschaft Targas

    Ein in Targa einsetzender Humanismus und eine Anti-Sklaverei-Bewegung bewog das Königreich Targa selbstbewusst und gerade in einer der Blütezeiten seiner Macht die Sklaverei in Kijanibonde abzuschaffen und eroberte das Land, das heute die Grenzen von Kijanibonde markierte. Diese Eroberung ging teils mit diplomatischen teils mit militärischen Mitteln voran. Die Strategie Targas bestand darin das Land sukzessive zu übernehmen. Dazu wurden die unterlegenen Ethnien mit Technik und Mitteln aus Targa gestärkt und dafür sozusagen für die Sache Targas gekauft. So verbündeten sich die marginalisierten Völker und die Stämme der Urwälder mit den targischen Eroberern.

    Die Targer änderten recht wenig am Machtgefüge in Kijanibonde, sondern kümmerten sich nur darum die Sklaverei abzuschaffen, was auch Großteils gelang und die verschiedenen Stämme zu trennen und den Burgfrieden zwischen ihnen zu erhalten um die eigenen wirtschaftlichen Interessen Targas nicht zu gefährden. Es folgte wirtschaftlicher und kultureller Austausch zwischen beiden Gebieten, der sowohl Targa als auch Kijanibonde nachhaltig beeinflusste. So wurden einige Glaubenvorstellungen ausgetauscht und einige Missionare des Christentums fassten in Kijanibonde Fuß.

    1.4. Zeit der erneuten Unabhängigkeit

    Mit dem Zusammenbruch des targischen Kolonialreichs und dem nachlassenden Einfluss Targas in Kijanibonde zersplitterte das Land wieder in verschiedene Reiche, welche nun teilweise dank Targa ethnisch getrennt waren. Wieder entbrannte der Kampf um die Vorherrschaft zwischen Mahawa und Watu. Doch dieses Mal scheinbar von den ehemaligen Kolonialherren inspiriert versuchten beide Seiten die anderen Ethnien an sich zu binden und Allianzen zu schmieden, was jedoch wenn überhaupt nur temporär gelang. Nach einem lange anhaltenen Krieg, der in einem blutigen und für beide Seiten verlustreichen Patt endete beschlossen die Ethnien Kijanibondes einen Neuanfang und bildeten den Grundstein für die heute bekannte Republik Kijanibondes.

    Eine Föderation der Reiche entstand und eine Vorläuferform eines Parlament wurde gebildet. Jeder Häuptling einer Ethnie bekam je nach der Größe des von ihm beherrschten Volkes eine gewisse Anzahl an Stimmen im Rat und so wurden erste gemeinsame Gesetze und Aktionen beschlossen. Mit Demokratie hatte diese Form des Staates reichlich wenig zu tun, da alle Stammeshäuptlinge und Führer von Ethnien patriarchalische Herrscher waren. Jedoch kam es nach einiger Zeit, dass die im Frieden entstandene Schicht aus Großhändlern, Großgrundbesitzern und Großbürgern aus dem Gebiet der Küste einen stetig steigenden Einfluss erlangten und nun Mitsprache im Rat der Häuptlinge verlangten. Die Einführung eines Zensuswahlrechtes war die Folge. Während dieser langen Zeit des inneren und äußeren Frieden kam es kaum zu Änderungen des Wahlrechtes.

    1.5. Moderne

    In der Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder zu Volksaufständen in den Städten, wo sich die Bevölkerung bereits vermischt hatte. Diese Aufstände wurden von findigen Demagogen verwendet und instrumentalisiert um sich Macht zu erkämpfen. So brachen immer wieder bürgerkriegsähnliche Aufstände aus, die von den dem Ancien Régime kaum niedergeschlagen werden konnten. Tasumbu Kasavubu war es, der dann die Gunst der Stunde wirklich zu nutzen wusste und sich an die Macht kämpfte nachdem er in einigen Schlachten die Truppen der Stammeshäuptlinge besiegen konnte.

    Er rief die Kijanibondesische Republik aus und erklärte sich als Einiger der Stämme zum Präsidenten auf Lebenszeit. Nach seinem Tod folgte ihm ein Ministerrat aus früheren Vertrauten nach, welcher zögerlich eine Öffnung der Politik und eine Demokratisierung einleitete, welche das Land Richtung Präsidiale Republik lenkte. Es folgten abwechselnd Phasen der Demokratie und Diktatur, an der Staatsform der Republik wurde jedoch pro forma bis zu Sese Mobuto Ngali nicht gerüttelt.

    1.6. Provinzen


    PROVINZ HAUPTSTADT
    Porini Sorati
    Jangwapori Winneto
    Kichakakubwa Accre

    2. Stämme

    Wasaka

    Die Wasaka einer der ältesten Stämme Kijanibondes besiedelt die eher unwirtlichen Gebiete Jangwaporis. Sie leben noch wie vor tausenden Jahren und werden auch üblicherweise in Ruhe gelassen, da das Land, welches sie besiedeln für die profitgierigen Unternehmer aus der Küste und die dortigen Stämme nicht von Interesse ist.

    Mahawa

    Grunsätzlich sind die Mahawa weniger ethnisch einheitlich, als durch die gemeinsame Sprache verbunden, von Wissenschaftlern werden oft 25 verschiedene Gruppen der Mahawa genannt. Hauptsächliche Unterschied bestehen in den verschiedenen Dialekten, den religiösen, politischen und sozialen Ordnungen. Die Mahawa bildeten nie einen Staat, die größte Verwaltungseinheit die man erreichte war ein Stadtstaat, dem ein Krieger-König vorstand. Einige der Mahawa Stadtstaaten waren Ibo, Jebiku, Erge, Kuze.

    Watu

    Die Watu-Stämme werden nach ihren verschiedenen Familien und damit Staatswesen unterschieden, grunsätzlich kann man jedoch sagen, dass der Großteil der Watu im Bereich des Südens von Jangwapori und in Porini beheimatet ist. Die Watu bilden eine Ausnahme im Gegensatz zu den indigenen anderen Völkern sind die Watu emigriert, der genau Ausgangspunkt ihrer Emigration ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, dass die Watu wohin auch immer sie kamen die indigene Bevölkerung verdrängten bzw. assimilierten, sodass oftmals Merkmale der anderen Stämme bei den Watu zu finden sind.

    Tikar

    Die Tikar bilden die Mehrheitsbevölkerung in Kichakakubwa und unterteilen sich in verschiedene Unterstämme.

    Djedkare

    Die Djedkare gehörten seit jeher weder zu den größten, noch zu den einflussreichsten Stämmen Kijanibondes. Im Kern besteht er gar nur aus wenigen Familien, wobei die Grenzen zwischen ihnen heute nur noch schwer zu ziehen sind. Schon immer, so scheint es, war ihre Heimat die Region der Wälder - Kichakakubwa, wo sie im Einklang mit der Natur in eher einfachen Verhältnissen leben.

    3. Politik

    3.1. Politisches System

    Die Republik von Kijanibonde konstituiert sich als präsidiale Republik, deren Präsident eine starke Rolle in der Gesellschaft und Politik einnimmt. Während der langen Geschichte der Republik von Kijanibonde regierten die Präsidenten Kijanibondes jedoch häufig mehr wie gewählte Könige und verhielten sich kaum wie demokratisch-legitimierte Staatsoberhäupter. So hat sich eine Tradition gebildet, in welcher der Präsident den starken Männer darstellt, der die einzelnen Kräfte des Landes zusammenhält. So lässt sich sagen, dass die Herrschaften in Kijanibonde sich zwischen Institutionalisierung und Charismatischer Herrschaft befinden. Das Parlament ist in der Öffentlichkeit im Vergleich zum Präsidenten marginal präsent und Aufstieg und Niedergang eines Präsidenten hängt nicht von Mehrheiten innerhalb des Parlaments ab, sondern von der Stimmung in der Bevölkerung. Viele Präsidenten scheiden entweder aus Altersgründen oder durch einen Volksaufstand aus dem Amt.


    3.2. Bewegungen

    Zurzeit gibt es 3 größere Bewegungen und Parteien innerhalb von Kijanibonde, die Einfluss im ganzen Land haben. Kushoto Chama kwa Umma, die sogenannte Sozialistische Volkspartei, welche sich für eine vollkommene politische und wirtschaftliche Loslösung von Targa einsetzt und die Targer als die nächsten Besatzer und Tyrannen nach der Diktatur des verrückten Despoten Ngali, der sich selbst zum Kaiser krönte sieht. Weiters die Kitaifa Wokovu Kundi, die Nationale Wohlfahrtspartei des Präsidenten Mjinga, der mit einem konservativen Programm und sanfter Zentralisierung antritt um die Unterschied zwischen den Ethnien zu verwischen und ein Kijanibondesisches Nationalgefühl herstellen will. Als dritte Partei ist die Upatanishi, Versöhnung im Land präsent. Sie stellt sich als Partei der Mitte und der Unterschicht und unteren Mittelschicht dar, sie rekrutiert sich stark aus der ländlichen Bevölkerung und den Traditionalisten in den Stämmen, da sie einen mäßigen Föderalismus propagiert. Wirtschaftlich hat sie jedoch deutliche Merkmale einer linken Wirtschaftspolitik.

    Mittlerweile sind die Konservative Wohlfahrtspartei und die Partei der Versöhnung unter dem Banner der Nationalen Volksfront ein Bündnis eingegangen.

    4. Sport

    Bedeutendster Verein des Landes ist Vinokero Porini, der 1988 als Teil des kijanibondischen Sportförderprogramms gegründet. Die Mannschaft wurde von den Präsidenten der Republik mit umfangreichen Hilfen gefördert. Es entstanden neue Trainingsgelände und die Jugendarbeit wurde intensiviert. Durch diese finanziellen Hilfen und den Aufbau professioneller Strukturen kam der damalige Amateurclub schnell in den Genuss landesweiter Erfolge. 1990 wurde Vinokero Porini zum ersten Mal kijanibondischer Fußballmeister. Dieser Titel wurde 1990 erst zum dritten mal ausgespielt. 1993 wurde eine kijanibondische, landesweite Profiliga gegründet. Ihr gehörten alle Qualifikanten für die kijanibondische Fußballmeisterschaft 1992 an. Im ersten Jahr der neuen Liga siegte Vinokero Porini und holte sich, nach zwei dritten Plätzen die zweite Meisterschaft. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich der Klub zur dominierenden Mannschaft im kijanibondischen Fußball. In den Jahren 1994 bis 2007 gewann der Klub acht Meisterschaften.

    Heute spielt die erste Mannschaft des Vereins in der Serie Re.

    Ein weiterer Fußballverein in Kijanibonde ist Chuo Kikuu Winneto FC aus der Stadt Winneto in der Provinz Jangwapori.

    5. Religion

    Die Urreligionen Kijanibondes sind grundsätzlich schamanistischer und animistischer Natur, starke Einflüsse erhielten die Naturreligionen Kijanibondes dann durch das Bab Illuh und das Christentum, welches Fuß in Kijanibonde fasste und nun eine der großen Religionen des Landes darstellt. Die Mission des Christentums erfolgte von der Küste und weitete sich bis ins Binnenland aus. Erfolgreich waren diverse Missionare jedoch nicht immer und vor allem in der Landbevölkerung hatte das Christentum kaum Erfolge der Bekehrung zu verzeichnen.

    Jedoch selbst nominelle Christen weichen von der Norm in Kijanibonde ab und so sind verschiedene synkretische Religionen entstanden, in denen christliche Heilige mit kijanibondesischen Göttern gleichgesetzt und Vodoo als eine Form des Wirkens des heiligen Geistes angesehen wird. Ein christlicher Missionar beschrieb die Situation so: “Viele sitzen jeden Sonntag in der Messe, und nehmen die heilige Kommunion in Empfang. Am Nachmittag besuchen sie dann den örtlichen Schamen und bitten um den Segen der Geister und Ahnen.”