• Die Watu sind ein kijanibondesischer Stamm in den Provinzen Jangwapori und Porini.

    1. Allgemeines

    Die Watu-Stämme werden nach ihren verschiedenen Familien und damit Staatswesen unterschieden, grunsätzlich kann man jedoch sagen, dass der Großteil der Watu im Bereich des Südens von Jangwapori und in Porini beheimatet ist. Die Watu bilden eine Ausnahme im Gegensatz zu den indigenen anderen Völkern sind die Watu emigriert, der genau Ausgangspunkt ihrer Emigration ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, dass die Watu wohin auch immer sie kamen die indigene Bevölkerung verdrängten bzw. assimilierten, sodass oftmals Merkmale der anderen Stämme bei den Watu zu finden sind.

    2. Geschichte

    Über die Herkunft der Watu ist bisher nichts zu sagen, da es bisher noch keine archäologischen Funde oder Überlieferungen gibt, die Schlüsse ziehen lassen woher die Watu wirklich stammen. Die Geschichte der Watu bevor sie in Kijanibonde aufgetaucht sind liegt im Dunkeln, es gibt Thesen woraus sie tief aus dem Kontinent kommen, oder aus dem Gebiet des heutigen Natal, Feldau oder Medea, letztere Theorie ist jedoch bei nationalen Wissenschaftlern besonders umstritten, da der Weg eine enorme Strecke für ein ganzes Volk darstellt und es keinerlei Hinweise, dass die Watu soweit aus Süden kamen.

    Als Migrationsgrund gibt es abermals verschiedene Theorien und Gründe, die sich teils ergänzen, teils ausschließen. Als Hauptgrund wird eine enorme Überbevölkerung genannt die das System kollabieren ließ, als es zu Trockenzeiten und Hungersnöten im damaligen Siedlungsgebiet kam. Weiters kommt hinzu, dass die Watu aufgrund ihrer schnellen Eroberungen im neuen Siedlungsgebiet wohl große Erfahrung mit Waffen und Kriegstaktiken hatten, da nur die Mahawaihnen einigermaßen die Stirn bieten konnten, deshalb wird angeommen, dass es bereits in der Frühzeit der Watu immer wieder zu blutigen Auseinandersetungen und Kriegen kam, bei der es für den Verlierer keine Gnade gab, so nimmt man an, dass geflüchtete Verlierer solcher Krieger die ersten Einwanderer in das Gebiet. Sie verdrängten dort die Maa, Kila und schwächeren Stämme der Mahawa oder machten sie zu deren Vasallen. Der Zeitpunkt dieser Emigration der Watu wird ca. im Jahre 1100 datiert.

    Eine andere Theorie besagt, dass die Massendiaspora auf religiöse Gründe zurückzuführen ist, die ein gelobtes Land und unermesslichen Reichtum und Wohlstand für die Watu versprach. Diese Theorie beruft sich auf Bilder die man auf Steinwänden nahe eines Gebirges in Jangwapori gefunden hat, wird jedoch als rein spekulativ angesehen, da es keinerlei Hinweise auf diese These in der heutigen Religion der Watu gibt.

    Gegen Ende des 13. Jahrhunderts begannen die Watu damit erste Stadtstaaten zu bilden. Diese schlossen sich recht lose zu Königreichen zusammen. Ganz im Gegensatz zu den Mahawa basierte hier der Herrschaftsanspruch nicht auf Kraft und Kriegsgeschick sondern auf Macht und Einfluss, so kam es dazu, dass frühen Staaten der Matu weniger von Königen als von einflussreichen Familien regiert wurden. Diese Familien trugen ihre Streitigkeiten meist kriegerisch aus und Könige fanden meist durch einen geschickt platzierten Dolch ihr Ende. Diese andauernden Auseinandersetzungen schwächten die eigentlich an Bevölkerung starken Watu und ermöglichten den Mahawa den Angriffen der Watu standzuhalten und selbst einige erfolgreiche Feldzüge zu führen. In dieser Zeit liegen auch noch heutige Spannungen zwischen den Mahawa und Watu, während die Mahawa die Watu als dekadent und verweichlicht empfinden, sehen die Watu die Mahawa als roh, brutal und primitiv an.

    Im Laufe der Zeit flauten die tiefen Konflikte zwischen den Watu-Familien ab und man begann sich die Macht zu teilen und die Gier nach Land bei den anderen Stämmen zu stillen. Die Königreiche wurden geeint und man ging daran ganz Kijanibonde zu unterwerfen. Diese Zeit des geeinten Königreiches datiert man Mitte des 14. Jahrhundert, kurz nachdem die Mahawa die Kila abgelöst haben. Kurz nachdem sie die vom Kampf gegen die Kila geschwächten Mahawa unterwarfen und deren Stadtstaaten vasallisierten unterwarfen sich auch Großteile des Rests von Kijanibonde und betrieben gemeinsam mit den MahawaSklavenhandel in alle Herrenländer, der vorher nur von den Mahawa nach erfolgreichen Feldzügen forciert wurde. Als in Targa ein Wechsel zur Einstellung gegenüber des Sklavenhandels stattfand und man dieser Sitte einhalt gebieten wollte, eroberten die Großkönige von Targa das Gebiet im 15. Jahrhundert und unterwarfen es bis ca. in das Jahr 1600 als die targische Seemacht in einer Schlacht mit Ladinien zerbrach und sich das Königreich Targa aus den Kolonien zurückzog und das Kolonialreich bröckelte. In diese Zeit fällt auch ein wichtiger Schnitt in der Sprache der Watu, da die Kolonisation der Targa bei den Watu so intensiv war, dass es zu einer Vermischung der Sprache kam, die auch heute noch wichtigste Verkehrssprache ist. Auch in der heutigen Zeit haben die Watu aufgrund ihrer Bevölkeurngsstärke einen wichtigen Rang in der Politik Kijanibondes.

    3. Gesellschaftsordnung

    Die Gesellschaft der Watu basiert auf sogenannten "Familien", die sich auf ein System von Abhängigkeiten und Gefälligkeiten basieren, wer abhängig ist wird geschützt hat aber auch zu gehorchen. Diese Verhältnis zeigt sich im kleinen man pflegt ein andauerndes "eine Hand wäscht die andere", diese Haltung ist der Grund für eine gewisse erhöhte Anfälligkeit gegenüber Korruption, aber so kommt es auch gehäuft zu sozialen Engagements bei den Watu. Dieses Geflecht der Macht und der Abhängigkeiten sorgt dafür, dass bei den Watu möglichst immer der gerissenste und klügste am Oberhaupt der Gesellschaftsordnung im Dorf oder gar im ganzen Land steht. Mittlerweile sind die Ursprungsfamilien vollkommen zersplittert und von unüberschaubarer Zahl, die Ursprungsfamilien der Watu beruhen auf den Tiernamen, ob dies religiöse Motive hat oder auch hochgehaltene Tugenden innerhalb der Familie beruht ist umstritten.

    4. Religion

    Die traditionelle Religion der Akan ist sehr vielschichtiger Natur. Hier stößt man auf eine Götterwelt, dessen oberstes Wesen in seiner dreifachen Ausfächerung viele Wissenschaftler an die göttliche Triade Vater-Sohn-Geist im Christentum erinnert jedoch auch deutliche Unterschiede in ihrer Ausprägung aufweist. Daneben tritt bei den Akan ein ausgeprägter Gruppen- und Individualtotemismus, wie er sich im Ahnenglaube als auch in den Seelenvorstellungen widerspiegelt, was allerdings für die Stämme in Kijanibonde keineswegs eine Seltenheit darstellt, ungewöhnlich bei den Watu ist der religiöse Stellenwert, den die Töpferei im Volksglauben einnimmt.



    Enorme Bedeutung bei den Watu haben verschiedene Symbole unter anderem die Adenkri-Schrift hat eine Bedeutung als Zeichen von Macht und wurde früher nur für Fürsten der mächtigen Familien verwendet. Heutzutage greifen immer mehr Unternehmen auf die Adenkri-Symbole als Logo zurück. Bei den Watu hat sich die Adenkri-Schrift und Symbolik mittlerweile als beliebtes Stoffmuster durchgesetzt. Dennoch haben die Adenkri nichts an ihrer religiösen Bedeutung verloren und werden immer im Rahmen großer Feste und Veranstaltungen verwendet, bei Geburten, Beerdigungen und Hochzeiten sind sie ein häufig verwendetes Beiwerk. Jedes Symbol der Adenkri steht für ein Wort in der Sprache der Watu oder einen Satz der ein bedeutendes Ereignis zum Inhalt hat.

    Ein weiteres wichtiges religiöses Symbol das in die Komplexität der Religion der Watu Einblicke gewährt ist der Sankofa-Vogel. Ein Vogel der seinen Kopf zum Rücken gedreht hat um sein eigenes Ei zu fangen, er symbolisiert die Gabe in der Vergangenheit die Zukunft zu finden, beziehungsweise aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen und damit das Vergessen von Traditionen zu verhindern