Verfassungskonvent

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    Um die komplexe Realität abzubilden wurden beim Verfassungskonvent 600 Vertreter aus allen Teilen der targischen Gefilde eingeladen. Schließlich musste man sehr viele Widersprüche unter einen Hut bekommen. Die kommunistisch-regierte Räterepublik im Norden Kijanibondes ebenso wie das halb-feudale Fürstentum von Jaçãlo. Sogar aus dem Zipfel wurden Vertreter eingeladen. So kam es auch, dass der Revolutionär aus Sorati ebenso im selben Parlament saß wie in Glückspielgraf aus Para, der targische Basari mit dem novarsich-katholischen Mönch aus Monte Chiesa.

  • Der Verfassungskonvent kennt diverse Fraktionen und einige Achsen (zentralistisch vs. dezentralistisch & etatistisch vs. liberal) an denen sich die Meinungen in Zukunft und auch jetzt bereits unterscheiden.


    Es gibt die große Delegation der kijanibondesischen Räterepublik. Diese setzt sich für ein größtmögliches Maß an Autonomie und Dezentralisierung ein, damit sie sich ihre spezifische Gesellschaftsform bewahren kann. Der Einheit an sich nicht grundsätzlich negativ eingestellt ist sie nur deshalb, weil sie a) keine Möglichkeit hat und b) den Verfassungskonvent auch als Keil innerhalb der targischen Monarchie sieht.


    Die eigentlich targische Delegation besteht aus unterschiedlichen Gruppierungen. Überall gibt es targische Minderheiten außerhalb der Stammlande, diese Minderheiten pochen auf einen homogenen Staat, da dieser ihnen als die beste Garantie ihrer Rolle erscheint und sie sind eifrige Monarchisten. Die Targer aus Targa selbst werden von der Königsfamilie angeleitet und versuchen eine mittelende Funktion einzunehmen. Das wichtigste ist ihnen eine möglichst schnelle Einigung.


    Die nicht-kommunistischen Kijanibondesen werden von Amoah Gyan geleitet und ihre genaue Position wird sich wohl ihrem Leiter und dem weiteren prominenten Vertreter Uwamba Caruso anpassen.


    Die Delegation von Jaçãlo wird sich für einen möglichst schlanken Gesamtstaat aussprechen und eine Garantie ihrer Marktwirtschaft fordern und ist damit diametral zu den Interessen der Rot-Kijanibondesen gelagert. Sie sehen eine Möglichkeit über einen Gesamtstaat einen großen Binnenmarkt für ihre moderne Wirtschaft zu erhalten.


    Evira hat sich noch nicht recht gefunden und spielt derzeit noch eine zweite Geige als Anhang der Targer, doch an sich wäre sie eine große zentristische Fraktion, die aufgrund ihrer turbulenten Vergangenheit sich durchaus für einen stärkeren einheitlichen Gesamtstaat einsetzen möchte, der gewisse regionale Unterschiede regelt.

    In Targa gibt es die Redensart: Das Schicksal ist ein Kamel. Es mag dumm dreinschauen & langsam sein, aber es kommt immer ans Ziel.

  • Senhoras e Senhores Deputados, Senhor Presidente do Conselho Senhor Amenokal!


    Danke, dass Sie mich hier zu Wort kommen lassen. Wir blicken hier auf komplexe Aufgaben, die wir zu lösen haben. Mir ist klar, dass es für die werten targischen Vertreter keineswegs einen Zeitdruck gibt, aber das liegt an der Übermacht, die sie hier aus spezifischen Gründen haben.


    Evira ist geschwächt durch lange Führungslosigkeit und wurde von den beiden Nachfolgestaaten des Imperiums filetiert. Kijanibonde gespalten in Kommunisten und einen Süden, der zwangsläufig den Weg durch den Norden braucht um mit den anderen Gefilden in Kontakt zu sein und wir in Jaçãlo am anderen Ende des Landes sind eine absolute Minderheit was die Bevölkerungszahl betrifft.


    Mein Interesse ist es daher die Garantien der Goldenen Bulle direkt oder indirekt zu verankern und als Gesamtstaat brauchen wir ein klares Bekenntnis zum Status Quo unseres Wirtschaftssystem. Von mir aus lassen wir gemeinsam als Gesamtstaat auch die kommunistische Revolte endgültig im Keim ersticken.


    Handlung:

    Buh-Rufe aus den Reihen der KommunistInnen aus Kijanibonde aber auch der vereinzelten Liberalen und Linken aus anderen Teilen des Gesamtstaates.


    Ich möchte nicht, dass wir wieder in Bürokratie und Überverwaltung versinken, sondern einen offenen und freien Aufbruch begehen. Dazu brauchen wir klare und schlanke Strukturen und eine klare Abgrenzung der Budgets und Kompetenzen von Einzel-Teilen und der Gesamtheit unserer Gefilde.

  • Handlung:

    In sein Mikrophon, aber nicht mit angesteckt von der ausgebrochenen Unruhe erklärt der Revolutionsführer Kito.


    In jedem Fenster unserer Dörfer und Städte erwartet ein Gewehr jeden Unterdrücker. Mag es der Graf von Para versuchen uns zu vernichten. Jeder unterdrückte und getötete Kommunist ist die Saat für zwei, drei, vier neue revolutionäre Helden. Er mag versuchen die Blumen abzuschneiden, der Frühling wird trotzdem kommen.

  • Sie meinen die Gerüchte, die sie fälschlicherweise verbreiten? Nein die stimmen nicht. Bekannterweise ist es doch eher so, dass man ihren Regionen zu Entführungen, Kriminalität und anderen Barbareien greifen muss weil der Kapitalismus nur Armut erzeugt und nicht die konsolidierte Entwicklung unserer Planwirtschaft.

  • Völliger Schwachsinn, ihr reaktionäres Regime kann keine Sicherheit für Frauen gewährleisten, deswegen haben wir die Grenzen dicht gemacht. Wenn ihre barbarische frauenfeindliche Gesellschaft permanent Gewalt erzeugt ist das nicht unsere Schuld. Wir halten uns an die Grenzen und machen sie sogar dicht um nicht permanent von ihren Lumpen heimgesucht zu werden. Wir haben das Frauenwahlrecht ermöglich, die Zivilehe eingeführt, Abtreibungen legalisiert und erheben eine Steuer von ledigen Männern um Frauenhäuser und Einrichtungen für Alleinerziehende zu finanzieren.

  • Nun nachdem das behandelt wurde werde ich den werten Delegierten eine Übergangslösung vorschlagen, die in der Zeit hoffentlich zufriedenstellend ist. Als Vorsitz der targischen Delegation schlage ich Folgendes vor:



    Antrag


    1. Bildung eines Übergangsrates, der die Aufgaben eines Bundesparlaments übernimmt bis eine Verfassung ausgearbeitet ist und etwaige erste Wahlen abgehalten wurden.


    2. Nicht-Antastung aller inneren Gegebenheiten aller Teilgebiete.


    3. Als autonome Teilgebiete gelten: Kichakakubwa, Siraaz & Monte Chiesa als Einheit, Porini & Jangwapori als Einheit, Evira, Jaçãlo und Targa.


    4. Eine neue Bundesverfassung wird einem Plebiszit in allen Teilgebieten unterzogen. Sowohl in jedem Teilgebiet als auch insgesamt braucht es eine absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen, damit diese als angenommen gelten kann.


    5. Die gesamte Exekutive obliegt weiterhin der Hohen Pforte und der bereits ernannten Regierung.


    6. Der Übergangsrat besteht aus je 2 Vertretern der oben genannten Teilgebiete, die diese selbst bestimmen aus der hier anwesenden Delegation.


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