1. Das Umbertico-Schwein
Das Umbertico-Schwein (auch „schlappohrige Wollsau“) ist eine spezielle Schweinerasse, die sich nur auf der Insel San Umberto findet. Es ist Grundlage für das Nationalgericht Schmacko Schmazzo.
1.1. Eigenschaften
Die Bezeichnung „schlappohrige Wollsau“ geht auf das ungewöhnliche Haarkleid mit Unterwolle und lockigen Borsten zurück. Wenige Hausschweine sind noch so dicht behaart wie ihre Vorfahren, die Wildschweine. Die Umbertico-Schweine haben es sogar geschafft noch deutlich behaarter als ihre wilden Verwandten zu sein. Böse Zungen behaupten, damit hätten sie sich der durchschnittlichen Körperbehaarung der männlichen, menschlichen Inselbewohner angepasst.
Die dicke Speckschicht und das Haarkleid schützen die robusten Schweine vor extremer Witterung. Die großen Schlappohren tragen nach Überzeugung einiger novarischer Biologen dazu bei, dass die Tiere ihre Körpertemperatur auch bei Hitze gut regulieren können und nicht unter der Wolle zu sehr ins Schwitzen geraten.
Die Tiere können daher ganzjährig im Freien leben, wenn ihnen ein Unterstand und eine Schlammsuhle zur Verfügung stehen. Außerdem haben die Tiere sehr kurze Beine, was sie nah am Boden hält und schnelles Laufen nahezu unmöglich. Somit sind sie auch gegen Wind gut gewappnet und benötigen nur einen einfachen Unterstand, außerdem bringt das Vorteile bei der Mast und die Bauern müssen sich am Schlachttag nicht so abhetzen.
Der Charakter des Umbertico-Schweines ist sehr gutmütig und zudem sind die Tiere eher träge, was die Mast erleichtert. Bei guter Behandlung sind sie sehr zutraulich und lassen sich auch gerne anfassen. Auch hier scheint es Parallelen zu den Inselbewohnern zu geben.
Die schlappohrige Wollsau benötigt keine besondere Pflege was sie perfekt für den Lebensstil der Bewohner San Umbertos macht.
Mit einem Fettanteil von 65% bis 70% der Gesamtmasse seines Körpers ist es eine der fettesten Schweinearten der Welt. Außerdem werden die großen Schlappohren bei Knorpelliebhabern international geschätzt und gelten getrocknet als wahre Delikatesse.
1.2. Herkunft
Die Legende besagt, dass die Tiere von novarischen Hausschweinen abstammen, die mit der Kolonisation im 18. Jahrhundert auf die Inseln gelangten. Dort sollen sie sich mit der lokalen Wildschweinpopulation und besonders mutigen Schafen gekreuzt haben und so dass sich letztlich eine eigene Rasse bildete. Diese wurde über ca. 100 Jahre durch selektive Zucht zum heutigen Umbertico-Schwein.
1.3. Verwendung
Die Tiere werden wegen ihres Fettes und Fleisches sowie der Knorpel geschätzt. In San Umberto bilden schlappohrige Wollsäue traditionell die Grundlage eines der Nationalgerichte, des Schmacko Schmazzo.
Die Wolle der Tiere ist fest und kratzig, da es einfach nur lange, lockige Borsten sind. Man kann daraus sehr gute Duschschwämme und Rückenkratzer herstellen – etwas das auch heute noch in liebevoller Handarbeit entsteht und sich bei Touristen großer Beliebtheit erfreut.
Es gibt auch einige wenige, die noch die alte Kunst des Wollsau-Wolle Spinnens beherrschen. Man erhält ein Garn aus dem man unglaublich kratzige Pullover herstellen kann. Diese wurden traditionell zur Einleitung eines Scheidungsprozesses verschenkt, oder sind beliebte Geschenke für die Schwiegermütter der Insel. Heutzutage erfreuen sie sich in bestimmten Gruppierungen mit besonderen amourösen Interessen zunehmender Beliebtheit.