1. Targische Küche
Die targische Küche ist genau so abwechslungsreich, wie ihre Kultur. Und ebenso wie in Targa selbst mischen sich auch in seiner Kulinarik die Einflüsse von Tradition und Moderne.
1.1. Allgemeines
In Targa gehört das gemeinsame Essen und Trinken zu einem wichtigen Gut und dient nicht nur dem reinen Füllen des Magens, sondern festigt auch soziale Beziehungen. So sitzt man gerne zusammen am Tisch und redet bei Speis und Trank über aktuelle Themen, diskutiert über Politik, Sportergebnisse, bespricht den neuesten Klatsch und Tratsch oder verhandelt gar über wichtige Belange.
Dabei gibt es nicht „die“ targische Küche. Denn was im Königreich auf den Tisch kommt ist genauso vielfältig, wie die Menschen, die in ihm leben. Je nach Region gibt es ganz eigene Spezialitäten und auch der historische Austausch mit Gran Novara hatte seinen Einfluss.
1.2. Geschichte
Ursprünge
Mit Beginn der Agrargesellschaft begann man in Targa die Grundlage für seine Küche zu schaffen. So baute man unter anderem Weizen, Mais, Hülsenfrüchte, Gemüse (besonders beliebt sind noch heutzutage Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Auberginen), Kräuter und Früchte an. Dazu bot das Land genug Möglichkeiten zur Viehhaltung und gute Bedingungen für den Anbau von Nüssen, wie z. B. Mandeln. Im heutigen Königreich Targa wurden dabei vor allem Ziege, Schafe, Geflügel und Kamele gehalten, während die Stämme in Kijanibonde teils große Rinderherden durch die karge Landschaft trieben. Entsprechende Milchprodukte und Fleischsorten hielten Einzug in die landestypische Küche. Diese wird zudem schon immer durch das reichhaltige Angebot an Fisch und Meeresfrüchten aus den Flüssen und von den Küsten des Landes ergänzt.
Mit meltanischen Siedlern und Kolonisten kamen Olivenöl und Wein mit zur kulinarischen Palette, während der Einfluss aus Setāran vor allem Honig und Datteln sowie die Liebe zum Gewürz Safran zum Speiseplan beitrugen. Damit traten auch zunehmend Süßspeisen und süße Gebäcke ihren Siegeszug in targischen Küchen an, der bis heute anhält. Die Bevölkerung schätzt diese kleinen Köstlichkeiten so sehr, dass ihre Herstellung mittlerweile zu einer ganz eigenen Kunst avancierte und sie schon fast als nationales Kulturgut gelten.
Generell eint das targische Volk zudem seine Liebe zu aromatischen Gewürzen, wie Zimt, Kumin, Ingwer, Kümmel und eben Safran. Außerdem schätzt man im ganzen Land eine gewisse Schärfe im Essen und süß-saure Geschmackskombinationen.
Gegenwart
Heutzutage sind die Küchen des Landes bekannt für seine große Variation an kalten und warmen Vorspeisen auch Mezze genannt. Man findet eine große Variation aus Eintöpfen und Suppen mit diversen Gemüsen und Hülsenfrüchten (vor allem Linsen und Kichererbsen) aber auch Lammfleisch, Fisch und Geflügel. Besonders bekannt ist die Küche des Landes wohl für seine variantenreich gefüllten Pasteten, seine Couscous-Varianten sowie diverse Schmorgerichte namens Tajine, welche im gleichnamigen tönernen Gefäß zubereitet werden (man kennt sogar süße Gerichte aus diesem speziellen Kochgeschirr). Auch verschiedene Grillgerichte, wie z. B. marinierte Spieße, Fleischbällchen aus Hack und teils ganze Lämmer oder Hühner vom offenen Feuer erfreuen sich großer Beliebtheit. Brot gehört zu den absoluten Grundnahrungsmitteln und wird in Fladenform häufig zu nahezu jedem Gericht gereicht.
Wie bereits erwähnt sind auch Süßspeisen und -gebäcke im ganzen Königreich beliebt. Hierbei werden häufig viele Schichten dünnen, knusprigen Teiges in kunstvollen Formen mit Füllungen aus Nüssen, Grieß und/oder getrockneten Früchten versehen und in flüssiger Butter gebacken. Nach dem Backen werden diese dann großzügig mit Sirup aus Zucker und Honig übergossen, teilweise kommt auch Rosenwasser zur Aromatisierung zum Einsatz.
Zu den Speisen trinkt man im Königreich am liebsten Tee, wobei Grüner Tee, Minztee und Schwarztee (wahlweise mit Minze) die mit Abstand beliebtesten Sorten sind. Auch der Kaffee hat einige Liebhaber gefunden, dabei wird er in Targa klassisch mit Gewürzen, wie Kardamom versetzt.
1.3. Liste typischer Gerichte:
Mezze (Vorspeisen):
- Salatat Hummus - Kichererbsensalat (mit einem Dressing aus frischer Zitrone und frischer Petersilie gereicht)
- Taboulé - Salat aus Bulgur mit frischen Tomaten, Petersilie und fein gehackten Zwiebeln
- Fattoush - Brotsalat aus geröstetem Fladenbrot mit frischem Blattsalat und Gemüse
- Makdous - gefüllte, in Öl eingelegte Baby-Auberginen
- Falafel - kleine Bällchen aus Kichererbsenpüree, die ausfrittiert werden
- Hummus - Aufstrich aus Kichererbsen, verfeinert mit ausgesuchten Gewürzen und Knoblauch
- Muhammra – scharfer Dip aus frischem oder getrocknetem Paprika
- Baba Ghanoush - Dip aus gerösteten, pürierten Auberginen mit Knoblauch und Gewürzen
- Pastilla - gefüllte Pasteten mit Fleisch, als besondere Delikatesse gilt die Variante mit Taubenfleisch, verbreitet sind Varianten mit Hackfleisch vom Hammel, Lamm oder Rind
- Sambusac - dreieckiges Kleingebäck ausfrittiert in geklärter Butter und gefüllt mit kräftig gewürztem Gemüse oder Hackfleisch
- Linsensuppe - kann Fleisch enthalten oder vegetarisch/vegan sein
Hauptgerichte:
- Harira - dicker, herzhafter Lamm-Eintopf
- Couscous - meist serviert mit Fleischeintopf, oder als süße Variante mit Honig und Zimt
- Tajine - Schmorgericht mit verschiedenem Fleisch, Fisch oder Gemüse, wird teilweise auch süß gegessen
- Menchui - ganzes gegrilltes Lamm, zubereitet mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen
- Quzi - herzhaftes Gericht aus gebratenem Lamm mit Rosinen, Nüssen und Gewürzen über Reis oder in dünnes Fladenbrot eingewickelt
- Schaschlik - gegrillte oder gebratene Fleischstücke am Spieß, üblicherweise über Fladenbrot serviert
- Musakhan - ganzes gebratenes Huhn, gebacken mit Zwiebeln, Sumach, Piment, Safran und gebratenen Pinienkernen, serviert auf Brot
- Dolma - Gemüse (z. B. Auberginen, Paprika oder Tomaten) gefüllt mit Hackfleisch und Bulgur
- Kebab - am Spieß gegrilltes Hackfleisch vom Lamm oder Rind, gerne serviert mit frischem Salat und Brot
- Malfouf - gerollte Kohlblätter mit einer Füllung aus Fleisch und Gemüse
- Freekeh - gerösteter und geriebener grüner Hartweizen mit Kreuzkümmel, Zimt und frischem Lammschwanzfett serviert
- Mujaddara - gekochte Linsen mit Grütze, garniert mit sautierten Zwiebeln
Süßspeisen:
- Qa'b El ghazal (Gazellenhörnchen) - Gebäck aus Blätterteig mit Mandelfüllung und Orangenblütenaroma
- Meghli - ein mit Anis, Kümmel und Zimt gewürzter und mit Kokosflocken und Nüssen garnierter Milchreis
- Warbat - süßes Gebäck mit dünnen Schichten Filoteig, gefüllt mit Vanillesoße
- Kanafeh - Dessert aus geriebenem Filoteig und geschmolzenem Käse, getränkt in einem zuckerhaltigen Sirup
- Ma'amoul - Grießkekse gefüllt mit Datteln oder Walnüssen, üblicherweise mit Zucker bestreut
- Qatayef - süße Teigtaschen gefüllt mit Sahne oder Nüssen
- Basbousa - kleiner, süßer Kuchen aus gekochtem Grieß, getränkt in Rosenwassersirup, garniert mit Mandeln oder Walnüssen
Getränke:
- Grüner Tee - Tee aus frischem oder getrocknetem Cannabis
- Minztee - Teeaufguss mit frischer oder getrockneter Minze, gerne verfeinert mit Honig
- Limonana - Limonade aus frisch gepresstem Zitronensaft und Minze
- Schwarztee - häufig kräftige Mischung mit Gewürzen, wie Zimt, Nelken oder Kardamom, eine andere beliebte Variante ist Schwarztee mit Minze
- Mokka - fein gemahlenes Kaffeepulver, welches mit kaltem Wasser aufgegossen wird und anschließend aufgekocht, charakteristisch wird Kaffeesatz mit in die Tasse gegossen
- targischer Kaffee - schwarz und kräftig, gerne genossen mit Kardamom