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Zāyesh-Nacht

  • Mehregaan
  • 23. Dezember 2024 um 00:54
  • 23. Dezember 2024 um 13:02
  • 597 mal gelesen
  • Meistens in der Nacht vom 21. auf den 22. feiert man in vielen Gebieten der Region die Wintersonnenwende. Nicht gefeiert wir das Fest in Evira, Jaçãlo und in Kijanibonde (wo es nur targische und setāranische Minderheiten feiern). Das Fest hat seinen Ursprung in alt-assakhischen Traditionen vermutlich Roušanistan und wanderte von dort sukszessive nach Westen.

    Von طاها حجتی - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=137405807

    Die Zāyesh-Nacht ist ein traditionelles Fest, das in Setāran und in angrenzenden Regionen wie Targa, Siraaz, den Gebieten der Konföderation Terekistan und möglicherweise auch an anderen Orten des Harnar-Kontinent gefeiert wird. Seinen Ursprung hat es wahrscheinlich in Roušanistan.

    Es markiert die Wintersonnenwende und damit die längste Nacht des Jahres. Das Fest hat seine Wurzeln in der alt-assakhischen Kultur und reicht bis in vor-abrahamitische Zeiten zurück, wobei es stark mit Elementen der verschiedenen Religionen der Region verwoben ist.

    1. Herkunft und Bedeutung

    Der Begriff "Zāyesh" stammt aus dem Setāranischen und bedeutet "Geburt". Es verwendet den poetischen Begriff für dieses Wort. Er wurde während der Hochblüte des asskakhischen Reichs in das Setāranische eingeführt und verweist auf die Geburt des Lichtes nach der längsten Dunkelheit. Dieses Motiv spiegelt sich in der Feier verschiedener Licht-, Feuer-, und Sonnengottheiten der vor-abrahamitischen und vor-islamischen Religionen wider. Die Zāyesh-Nacht symbolisiert den Triumph des Lichtes über die Dunkelheit und ist ein Ausdruck des Widerstands gegen die Dunkelheit und das darin vermutete Böse. Sie markiert auch den Übergang von der längsten Nacht des Jahres zur zunehmenden Helligkeit der Tage.

    2. Feierlichkeiten

    Die Menschen versammeln sich traditionell in den Häusern ihrer Ältesten, um diese Nacht gemeinsam zu verbringen. Die Feierlichkeiten variieren je nach regionalen und religiösen Bräuchen. Es gibt Rezitationen von Gedichten, insbesondere von klassischen Dichtern. Mancherorts werden Verse aus heiligen Büchern wie dem Koran oder dem Avesta vorgelesen, um spirituelle Schutzkraft gegen die Dunkelheit zu erlangen. Selbst säkulare Feiern sind bekannt und Teile der Freidenkerbewegung in der regionalen Arbeiterbewegung lesen die Klassiker des Kommunismus.

    In Dörfern und verschiedenen Stadtvierteln werden Feuer entfacht, die symbolisch gegen die Dunkelheit und das Böse wirken sollen. Kinder ziehen durch die Straßen, werfen Knallkörper und verleihen der Nacht eine lebhafte Atmosphäre. Oft gibt es auch offizielle und inoffizielle Feuerwerke was dazu führt, dass die Unfall-Abteilungen der Krankenhäuser ebenso gut besuchte Orte sind wie die Feierlichkeiten.

    Die Speisen spielen eine zentrale Rolle bei den Feierlichkeiten. Typisch sind frische Früchte wie Granatäpfel und Melonen, die durch ihre leuchtenden Farben das Licht symbolisieren. Dazu werden Süßigkeiten, Trockenfrüchte und Spezialitäten des Hauses gereicht. Grüner Tee und andere warme Getränke gehören ebenfalls zu den Traditionen.

    Vom targischen Amenokal wird in dieser Nacht verlangt die Feierlichkeiten mit einer einfachen Familie zu verbringen. Oft reiten die amtierenden Großkönige daher in die targische Wüste und feiern die Zāyesh-Nacht dort.

    3. Moderne Rezeption

    Mit der Zeit hat sich die Zāyesh-Nacht von ihren religiösen Wurzeln gelöst und wird heute als kulturelles Ereignis zelebriert, das Menschen unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft zusammenbringt. Sie bleibt ein bedeutendes Symbol für Gemeinschaft, Hoffnung und den Übergang in eine neue Zeit. Sie markiert auch den Beginn der Winterferien in den Gebieten der targischen Gefilde.

    Die Zāyesh-Nacht ist nicht nur ein traditionelles Fest, sondern ein lebendiger Ausdruck der kulturellen Identität und der spirituellen Tiefe der regionalen Kultur. Durch die Verbindung von alten Bräuchen und moderner Interpretation bleibt sie ein zeitloses Ereignis, das die Menschen in der dunkelsten Zeit des Jahres verbindet.

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Inhaltsverzeichnis

  • 1. Herkunft und Bedeutung
  • 2. Feierlichkeiten
  • 3. Moderne Rezeption

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