Doppelbudget 2026/2027

    • Offizieller Beitrag
    Handlung:

    In der Majilis esh-Sha‘b wird ein Doppelbudget vorbereitet. Es soll den neuen wirtschaftlichen und geopolitischen Realitäten Rechnung tragen. Eine Auskopplung der Gebiete ehemaligen meltanischen Gebiete sowie die anstehende Unabhängigkeit von Kijanibonde sind dabei Thema. Auch eine etwaige engere Kooperation mit Gran Novara und in die Unabhängigkeit entlassenen Gebiete sowohl von Targa als auch Gran Novara sind Thema. Damit einhergeht eine komplexe Entflechtung verschiedener finanzieller Ströme.

  • Handlung:

    Er wird nur mit Gegenstimmen aus Jaçãlo zum Vorsitzenden eines Finanzausschusses gewählt. Im Vordergrund stehen eine Vereinfachung und eben Entflechtung verschiedener Finanzströme und Transaktionen. Gleichzeitig betreiben die bestehenden Staaten faktisch ein gemeinsames Militär. Gerade im Bereich Marine und Luftwaffe wird das auf ein massives Investitionsprogramm in Targa hinauslaufen. Bisher lebte man hier von der novarischen Rückendeckung und meltanischen Beständen.

    • Offizieller Beitrag
    Handlung:

    Der Amenokal hält dabei eine Grundsatzrede:

    Dieses Doppelbudget markiert einen zentralen Wendepunkt in unserer Geschichte – und ich sage das nicht leichtfertig. Seit Beginn meiner Regierungszeit haben wir verschiedene Phasen unserer Innen- wie Außenpolitik durchlaufen. Auch heute stehen wir wieder an einem Wendepunkt – ausgelöst durch eine neue außenpolitische Lage.

    Eine neue Phase der Zusammenarbeit mit unseren Freunden steht bevor. Die Intesa Cordiale ist gewachsen, gestärkt durch neue Partner – aber das erfordert auch eine höhere Koordination. Und es ist nicht zuletzt unsere Erfahrung, die wir einbringen müssen, um aus einem regionalen ein internationales Bündnis zu machen, das ein verlässlicher Partner ist, ohne die Individualität der einzelnen Teilnehmer einzuschränken.

    Doch diese Wende kann nicht nur in Worten geschehen. Bislang verließen wir uns primär auf die Kapazitäten unserer novarischen Verbündeten. Das gilt nicht nur für die Marine unserer Freunde, sondern auch für industrielle Kapazitäten. Doch unser Rohstoffreichtum darf nicht mehr isoliert bestehen. Wir müssen ihn nutzen, um – gemeinsam mit unseren Verbündeten – einen starken industriellen Kern aufzubauen, der für die Zukunft bereit ist. Einige dieser Ansätze im Bereich der Solar-Energie verfolgen wir bereits länger, und auch in der Industrie hochspezialisierter Glasprodukte haben wir uns seit über zehn Jahren gut platziert. Doch das reicht nicht. Wir brauchen Möglichkeiten, diese regenerative Energie zu steigern, zu speichern und flexibler einzusetzen. Wir müssen technologische Möglichkeiten finden, unsere Ölreserven effizienter zu nutzen, bestimmte Bestände zu verdünnen und dadurch den Ertrag zu steigern, dabei den Einfluss auf die Umwelt gering halten und unsere Einkommensquelle nicht versiegen zu lassen. Dieses Doppelbudget wird daher auch Sonnenwärmekraftwerke enthalten, die etwas anders funktionieren als übliche Photovoltaik. Unsere Produktion, Expertise und Ressourcen in der Photovoltaik in der Vergangenheit werden hier dafür nutzen, und Nazzara wird dabei eine tragende Rolle übernehmen.

    Gleichzeitig müssen wir unsere industrielle Basis ausbauen – auf vielen Ebenen, aber vor allem in Zukunftstechnologien und in Robotik. Hier müssen wir unsere Kapazitäten erweitern und dabei auch die angesammelten Geldreserven effizient nützen. Das ist unsere Verantwortung gegenüber der Intesa Cordiale und unserem Bruderstaat in Gran Novara. Das heißt auch, die bisher angestoßenen Investitionsprojekte zu vertiefen und voranzutreiben – egal ob es sich um unsere Projekte in Evira, Targa oder woanders in unseren Gebieten handelt. Doch wir müssen verstehen, dass es sich hierbei um Projekte handelt, die auch eine Ära der neuen Zusammenarbeit einleiten. Eine Ära, in der wir keine direkte Kontrolle mehr ausüben können und auch nicht wollen.

    Wir stehen als enge Familie weiter zusammen, aber werden nicht mehr wie Zwillinge agieren. Die Unabhängigkeit aller ehemaligen meltanischen Gebiete wird auch in Targa vollzogen werden, die Einheit von Kijanibonde steht bevor und wird wohl ein weiterer vollständig unabhängiger Staat in Nerica sein. Setāran und Charnar werden jeweils eine eigene Form finden, in eine selbstbestimmte Zukunft zu gehen.

    An dieser Form wird gearbeitet – ja, es gab Gerüchte darüber und auf der Konferenz der Nationen auch Kritik daran, wir würden jemanden an der Nase herumführen – aber: Gut Ding will Weile haben. Wir planen eine Union Medianischer Staaten – eine sogenannte Medianik Union – als neue Art von Staatenverbund. Hier gibt es viel auszutarieren, und ich kann garantieren, dass wir hier alles in unserer Macht stehende tun, um unseren kulturellen Kern zu bewahren und klar abgrenzbare Regionen und Entitäten schaffen werden, um nicht in einem faden Einheitsbrei zu ersticken. Das wird eine Herausforderung, die wir noch nicht gelöst haben.

    Doch um diese Einigung und Verbindung auf einer adäquaten Basis herstellen zu können, müssen wir dieser Verantwortung gerecht werden – das heißt, nicht nur eine ökonomische Grundlage zu schaffen und einen industriellen Kern herauszuschälen, sondern auch eine Luftwaffe und Marine zu finanzieren, die einen signifikanten Beitrag leisten kann. Wir kontrollieren viele Schalthebel unserer Ökonomie und sind dabei nicht von Konzernen abhängig. Der Medianische Rüstungsbund wird hier eine besonders vorwärtstreibende Rolle spielen. Das heißt auch in letzter Instanz, dass wir unsere Schiffbaukapazitäten auf novarisches Niveau heben müssen und künftig einen Beitrag zum Raumprogramm in Gran Novara leisten müssen.

    Doch das allein reicht nicht, um unserer Verantwortung gerecht zu werden. Ein Teil dieses Budgets gehört in andere Projekte investiert – in jene Felder, in denen wir beim Intesa-Gipfel auch über die Intesa Cordiale hinaus nach Partnern gesucht haben: Forschung, Infrastruktur und Verkehr. Ein Netz aus Hochgeschwindigkeitszügen alleine in einem Teil von Antica kann zu Prosperität, Tourismus und letztlich auch Völkerverständigung führen. Hier müssen wir auch auf Nationen zugehen, die wir traditionell nicht als Partner begriffen haben. Aber auch dieser Ausbau kostet Geld – Geld, das wir endlich entschlossen in die Hand nehmen müssen. Wir werden uns auch dafür einsetzen, dass der Aufbau eines Intesa-Hilfswerkes vorangetrieben wird. Unser humanitäres Engagement in Zedarien kann hierbei ein erster Schritt sein, praktische Erfahrung und die notwendige Kompetenz zu sammeln.

    Diese und weitere Dinge – wie der Ausbau unseres Gesundheits- und Bildungssystems – müssen jetzt angegangen werden, um unser Land im Konzert der Nationen unserer Freunde spielbereit, leistungsfähig und souverän zu machen.

    • Offizieller Beitrag

    Werter Amenokal,

    im Namen von Evira danke ich Ihnen für diese visionäre und wegweisende Rede. Sie sprechen nicht nur als Monarch, sondern als oberster Gestalter einer neuen Ära – einer Ära, in der unser Staat seiner Verantwortung gerecht wird, in der wir nicht nur träumen, sondern handeln.

    Sie haben den Mut, große Linien zu zeichnen. Den Mut, regionale Bindungen in eine internationale Verantwortung zu überführen. Den Mut, Wohlstand nicht als Besitzstand, sondern als Verpflichtung zu denken.

    Wir unterstützen ausdrücklich den Ausbau der Sonnenwärmekraftwerke, die Reindustrialisierung mit technologischer Tiefe, den Aufbau einer starken maritimen und aeronautischen Präsenz – kurz: den Aufbau eines eigenständigen medianischen Potentials.

    Dass Sie dabei nicht auf Abgrenzung, sondern auf Kooperation setzen, ist staatsmännisch und zukunftsgerichtet. Die Medianik Union kann ein Modell sein, das zwischen Souveränität und Gemeinschaft, zwischen Geschichte und Moderne vermittelt.

    Wir stehen uneingeschränkt hinter Ihrer Agenda. Die Zeit verlangt Entschlossenheit, und wir gehen diesen Weg an Ihrer Seite.

  • Handlung:

    Dieses Vorhaben hat im Libertären Westen natürlich wenige Freunde, aber die Aussicht auf nationale Unabhängigkeit klingt zu süß als sich komplett dagegen zu stellen.

    Jaçãlo ist skeptisch, zwar erkennen wir an, dass Sie eine kohärente Vision für unser Land entwickeln wollen. Doch mit allem Respekt: Die Vision, die Sie entwerfen, ist eine Vision des Staates. Nicht des Individuums. Nicht der Freiheit.

    Wir sehen es mit Sorge, dass sich in Ihrer Rede ein gefährlicher Trend verfestigt: mehr zentrale Steuerung, mehr öffentlich finanzierte Großprojekte, mehr internationale Strukturen. Es stellt sich die Frage, wer soll das bezahlen? Wer soviel Pinke Pinke wer hat soviel Geld?

    Wir glauben nicht, dass wirtschaftlicher Fortschritt durch industrielle Steuerung und Doppelbudgets entsteht – sondern durch freie Märkte, Eigentumsschutz, Unternehmertum und Entlastung. Warum sprechen wir nicht über Steuerreformen? Warum nicht über Deregulierung, die private Investitionen in Sonnenenergie, Infrastruktur und Gesundheit überhaupt erst möglich machen würde?

    Auch der Aufbau neuer Rüstungsstrukturen – so verständlich Ihre sicherheitspolitischen Sorgen sein mögen – ist in unseren Augen eine gefährliche Verschiebung der Prioritäten. Sicherheit entsteht nicht durch mehr Waffen, sondern durch stabile Wirtschaftsbeziehungen und die Selbstverantwortung souveräner Bürger.

    Und was die Medianik Union betrifft: Wir erkennen an, dass Kooperation wichtig ist. Aber wir glauben an Netzwerke – nicht an supranationale Verwaltungsgebilde. Wir befürchten nicht den „Einheitsbrei“, den Sie ansprechen – sondern eine Bürokratie, die genau das herstellt. Aber solange die Unabhängigkeit von Jaçãlo trotzdem bleibt werden wir unseren Weg trotz aller Schwierigkeiten des Etatismus der hier eingezogen ist finden.

    Wir werden Ihre Regierung bei allem unterstützen, was auf Dezentralisierung, Entstaatlichung und marktwirtschaftliche Hebel setzt. Aber wir lehnen entschieden jeden Weg ab, der den Staat zur treibenden Kraft aller Dinge macht. Freiheit ist nicht das Ergebnis guter Planung – sie ist der Ausgangspunkt.

  • Handlung:

    Die targischen Konservativen melden sich durch die Königinmutter zu Wort:

    Mein Sohn,

    Deine Rede war klar – keine Frage. Du hast einen großen Plan vorgestellt, der weit in die Zukunft greift. Und ja, manches davon klingt sinnvoll. Aber wir möchten etwas anderes betonen: Es geht nicht immer nur um das Große, das Ferne, das Globale.

    Die Menschen in den Regionen fragen sich: Was heißt das alles für uns? Für den Alltag, für unsere Kinder, für unsere Gemeinden? Werden bei all den Bündnissen und Unionen die Dinge vor Ort nicht übersehen? Was ist mit den Nomaden und Halbnomaden unserer Nation?

    Eine Union Medianischer Staaten – das klingt nach Struktur und Zusammenarbeit. Aber es klingt auch nach Verwaltung, nach neuen Ebenen, nach weniger Einfluss für das, was sich vor Ort bewährt hat.

    Ich glaube an Verantwortung – aber zuerst an die, die wir für unser eigenes Haus tragen. Krankenhäuser schließen nicht wegen geopolitischer Umwälzungen. Schulen verfallen nicht, weil irgendwo Rüstungsetats beschlossen werden.

    Deshalb sage ich: Maß halten. Erst das Fundament stärken, dann über neue Gebäude reden.

    Und was den Aufbau von Rüstungsstrukturen betrifft, hier müssen wir beachten uns nicht zu übernehmen.

    Wir stehen für Zusammenarbeit. Aber sie muss ehrlich bleiben und sie darf nicht auf Kosten unserer Nation gehen.

  • Handlung:

    Zensi ist über die Jahre mittlerweile zu einer halbsozialdemokratischen Integrationsfigur geworden und hält entsprechend eine Rede.

    Es ist viel gesagt worden heute. Über Pläne, über Verantwortung, über das Morgen. Und ja – da steckt einiges drin, das Mut macht.

    Wenn Straßen gebaut werden, wenn Fabriken wieder brummen sollen, wenn Energie sauber und verlässlich aus der Sonne kommt – dann ist das nicht nur Zukunftsmusik. Dann geht’s um echte Chancen. Um Arbeit, um Lohn, um Würde.

    Aber man darf dabei eins nicht vergessen: Maschinen allein bauen keine Gesellschaft. Und Fortschritt ohne Rücksicht – der baut Spannungen, keinen Zusammenhalt.

    Wer Roboter bringt, muss auch an die denken, die bisher die Arbeit getan haben. Wer in Technik investiert, muss auch in Bildung investieren – und zwar richtig. Nicht irgendwann. Sondern jetzt. Nicht als Fußnote. Sondern als Kernstück.

    Es bringt nichts, wenn neue Anlagen entstehen, aber keine Kinder eine Ausbildung finden. Wenn neue Züge fahren, aber die Schulen im Ort das Dach verlieren.

    Gehen wir den Weg mit – aber Schritt für Schritt. Und nicht über die drüber, die ihn tragen.

    Die Richtung stimmt. Aber wer Richtung sagt, muss auch Weg sagen. Und wer vom Weg redet, darf die Menschen nicht vergessen, die ihn gehen müssen. Ich spreche mich dabei für starke Sozialleistungen aus, wir werden auch bei der Medianik Union über gesamthafte Sozialleistungen sprechen müssen.

    Handlung:

    Dabei gibt es Buhrufe aus Jacalo.

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