Volk von Charnar – Brüder, Schwestern, Mitstreiter im Schatten und im Licht – heute spreche ich als Bürger unter Bürgern. Heute beginnt etwas, das größer ist als jede Partei, größer als mein Name, größer als unsere Wunden. Heute rufen wir zur Abstimmung auf – über die Verfassung der neuen Harnarischen Republik.
Diese Verfassung ist kein Kompromiss der Schwäche, sondern ein Vertrag der Stärke. Sie bringt zusammen, was sich lange misstraute – die Stimme der Reform mit der Stimme der Tradition, die Überzeugung des Glaubens mit der Vernunft des Staates. Es entscheiden nicht Bajonette oder Blutlinien, sondern ihr selbst – in den Wahldistrikten, in den Städten, in den Oasen und Dörfern.
Wir, das verfassungsgebende Gremium, legen euch ein einfaches, klares Fundament vor: Ein Parlament, direkt gewählt aus allen Distrikten unseres Landes. Eine starke, vom Volk getragene Präsidentschaft. Eine unabhängige Justiz, die über niemandem kniet – außer dem Gesetz.
Und eine klare, unverrückbare Wahrheit: Der Staat ist säkular. Religion ist frei, aber regiert nicht.
Diese Abstimmung ist kein Ende. Sie ist der erste Schritt. Ich sage es offen: Unsere Zukunft liegt nicht allein in Charnar. Unsere Zukunft liegt in einer freien, gleichberechtigten Medianischen Union – mit jenen Völkern, die unsere Geschichte teilen, unsere Wunden kennen, unsere Hoffnung mit uns tragen, aber auch uns helfen Brücken zu überwinden. Diese Union ist nicht Gegenstand des heutigen Referendums – aber sie ist Teil unseres Horizonts. Ich glaube an ein freies Charnar in einem geeinten medianischen Raum. Nicht unterworfen – sondern gleichwertig.
Am Tag der Abstimmung, gebt eure Stimme nicht mir. Gebt sie euch selbst. Gebt sie euren Kindern. Gebt sie dem Land, das euch sieht, hört, braucht.
Die Abstimmung wird bis Dienstag den 22. April andauern.