Anreise aus der futunischen Hegemonie

  • Handlung:

    Die futunische Delegation verlässt das Flugzeug und ein sichtlich gelandweilter Junge um die zehn Jahre reicht einer älteren Targerin einen Strauß vertrockneter Blumen und bewusstseinserweiternde Stoffe, bevor er auf ein Datenpad starrt und scheinbar irgendein völlig überflüssiges Spiel spielt. Nach dieser befremdenen Episode tritt der Großwesir mit seinem Stab vor den Amenokal und nickt diesem zu.

    Masa al'hrem, ehrbarer Amenokal und möget Ihr stets Schatten vor der Hitze und Sonne vor der Ernte finden.

    Handlung:

    Hinter ihm wird eine mit Edelsteinen versetzte Tafel vorbeigetragen.

  • Leikum esselâm! Möge euch die Zukunft strahlen wie die Sonne ohne euch zu verbrennen.


    Handlung:

    Man ist etwas verwirrt, aber da sich die Targer nun seit geraumer Zeit selbst kaum auf der internationalen Bühne bewegen ist ihnen unklar ob das Befremden am Verhalten der Futunen liegt oder an ihrer eigenen Haltung.


    Wollen wir uns gleich zurückziehen? Wir hätten einen Garten in Fezzan für die Gespräche bereitgestellt und ein kleines Gartenfest vorbereitet für die Delegationen während wir unsere Gespräche abhalten und der Rest damit sich unterhalten und Kontakte knüpfen kann.


    Handlung:

    Ein Teil der targischen Delegation blickt auf die Tafel und hofft, dass die eigenen Geschenke und Überbringsel - wenn es sich denn um ein Geschenk handelt - ebenso wohlwollend aufgenommen werden.

  • Das klingt gut, dann können die Geschenke dort überreicht werden. Hier am Flughafen gerät sonst zuviel Staub daran. Und achtet bitte nicht so sehr auf unseren jungen Phönixprinzen. Er ist hier zum Lernen und so geschehen oft noch Fehler. Aus irgendeinem Grund glauben seine Eltern, dass ein Besuch eines Großwesirs der beste Rahmen dafür ist.


    Handlung:

    Auf einen unmerklichen Schwenk seines Armes nimmt sich ein Teil der Leibwache des Jungen an, dessen aufkeimender Protest mit einem Blick unterdrückt wird. Dann macht sich die Delegation daran, dem Amenokal zu folgen.


    Wir folgen Euch also gerne.

  • Wenn Sie möchten reicht es völlig mich zu Siezen. Mein Amt ist zwar monarchisch, aber wir pflegen keinen richtigen Adel in Targa mehr zu haben.


    Sehr schön. Ich denke die Gemütlichkeit lässt sich auch durch einen anderen Standort erhöhen. Ich bin mir sicher, dass man in vielen wenn nicht sogar allen Rahmen etwas lernen kann. Aber danke für die Aufklärung.


    Handlung:

    Man begibt sich zu der Wagenkolonne, die die Reisenden vom Flughafen in die Innenstadt bringt und dort wiederum eine kurze Abzweigung zu einem der Fezzaner Vororte bringt. Die Wagen sind geräumig, vielleicht etwas altmodisch und ihnen steht Tee, Erfrischungen und Obst bereit.


    Möchten Sie gleich mit mir im selben Wagen reisen, während sich unsere Delegationen über die andere Dinge unterhalten können & das übliche Kennenlernen beginnen oder möchten Sie lieber noch etwas in Stille reisen nach Ihrer Anreise?

  • Adel gibt es in Futuna auch nicht mehr, weil nach dem Blutgesetz kein Status höher als der einen Blutgeborenen sein kann. Ihr Titel ist also ähnlich wie in der Hegemonie ein Amt und kein wirklicher Titel?


    Ich fahre gerne mit Ihnen oder allein, da richte ich mich ganz nach Ihnen. Ein Ziel meiner Regierung ist der Verzicht auf große Gesten wie entferntes Schweigen, auch wenn das in Bezug auf unsere Verkündungen, die aus Tradition zu neunzig Prozent aus Blödsinn bestehen, leider nicht der Fall sein kann. Aber in diplomatischen Gesprächen kann gerne auf soetwas verzichtet werden.

  • Ich würde sagen mein Titel ist zwar noch immer ein Titel, aber auch gleichzeitig ein Amt und die Anteile dieser beiden Dinge in meiner Rolle als Amenokal durchdringen sich gegenseitig und verwischen die Grenzen.


    Sehr gerne, dann lassen sie uns doch einsteigen.


    Handlung:

    Deutet auf einen der Wägen und jeder der beiden Amtsträger kann mit seinen Leibwächtern einsteigen.

  • Handlung:

    Er steigt ebenfalls ein und bietet seinem Gegenüber mit einer kleinen Geste Tee oder andere Erfrischungen an.


    Ich denke wir befinden uns nach einer langen Phase der Lethargie nun etwas in einem Aufbruch. Wichtig ist, dass wir hierbei nicht nur Projekte anfangen, sondern weiterführen, gestalten und nach der Auflösung des Imperiums zu einer tatsächlich neuen verfassten Staatlichkeit kommen.


    In der Hauptstadt tummelt sich nach wie vor und pulsiert das Leben in der üblichen Hektik und auch mit nicht wenig Chaos.


    Wie ist es in der Hegemonie, wenn man das überhaupt so breit fragen kann angesichts der Vielfältigkeit.

  • Handlung:

    Den Tee nimmt er zufrieden an sich.


    Die Hegemonie ist vor allem eine Baustelle, bei der die wichtigsten Arbeiten geleistet wurden, aber wo nun hundert Innenarchitekteure den gleichen Raum ausgestalten wollen. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört wohl die Eingliederung des Onak und Hargan als vollwertiger Provinzen und die Reform der Mitbestimmung unserer anderen Gebiete. Die ist nämlich kaum oder auch gar nicht gegeben.


    Unsere Hauptstadt ist da wohl bis auf den Hohen Rat wesentlich ruhiger. Aber das liegt auch an ihrer Abschirmung. Im Regierungssitz in Timor geht es da schon lebendiger zu.


    Es freut mich, dass Targa soviel Wohlstand generiert hat, dass es solche Projekte angehen kann. Woher stammt dieser gefundene Reichtum denn, wenn ich so frei fragen darf?

  • Ehrlicherweise ist es nicht nur gefundener Reichtum, sondern auch das Ergebnis von Mängeln und Fehlern der Vergangenheit. Wir haben die letzten 8-9 Jahre nur sehr wenige Projekte umgesetzt das heißt unsere Einnahmen aus Rohstoffverkäufen insbesondere fossilen Energieträgern versauerten ungenützt. Etwas, dass in der futunischen Freiwirtschaft gar nicht geben könnte.


    Darüber hinaus sind wir doch die Erwerbungen durch die Auflösung des Medianischen Imperiums massiv gewachsen. Was auch unsere nationale Wirtschaftsleistung stark erhöht hat.


    Und im Rest muss man sagen: Es wird auch unsere Staatsverschuldung erhöhen.


    Aber wir haben eine stärkere Wirtschaftsleistung als wir teilweise selbst angenommen haben. Insbesondere auch durch die Gebiete Evira und Jaçãlo hat sich das erhöht. Wir werden auch nicht alles gleichzeitig in vollem Umfang starten und bezahlen.

  • Die Freiwirtschaft war bis dato auch wenig effektiv. Erst die technischen Neuerungen der letzten zwei Jahrzehnte haben der Hegemonie abseits von den reicheren Teilstaaten Wohlstand und Mittel zur Hand gereicht, wirklich etwas bewegen zu können. Das betrifft vor allem die digitalen und generell kommunikationstechnischen Fortschritte sowie die Erneuerung und den Ausbau der Infrastruktur. Alle Wirtschaftssysteme profitieren sicher durch Kommunikation und Infrastruktur am meisten. Jedenfalls konnten so die bisher eher nur in den Ballungszentren und Hauptverkehrsrouten funktionierenden Dienste flächendeckend wirklich umgesetzt werden.


    Diese Situation hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Die futunische Wirtschaftskraft ist damit in einem Maße gewachsen, der unsere Vorstellung sprengt. Und die entsprechenden Gewinne werden schwer aufgebraucht, weil durch die Digitalisierung vorhandener Strukturen und den Ausbau der Infrastruktur viele Kosten im Verkehr und bei Personal sowie Energie entfallen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass mir jemand glaubt, wenn ich sage, dass die futunische Wirtschaft durch die Neuerungen um etwa 300% gewachsen ist und nun eine finanzielle Blase erzeugt hat, die kaum aufzubrauchen ist.


    Wenn es also Projekt in Targa gibt, welche dabei helfen, unseren Gewinn nicht in einen Abgrund der Wirtschaftsschmelze zu verwandeln, so wären wir sehr dankbar.

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